Inhalt:

Christoph, 55plus, Vorstandsmitglied eines international tätigen Unternehmens und auf dem Sprung zur letzten Sprosse seiner Karriere-Leiter, lebt seinen Easy Rider-Bubentraum in seiner Freizeit aus, – bis ein schwerer Unfall sein gewohntes Leben abrupt bremst.
Britta, gerade in der Pension angekommen und von ihrem Gatten gegen ein jüngeres, attraktiveres Modell getauscht, flüchtet vor der Leere und Einsamkeit in die karitative Tätigkeit des Besuchsdienstes im Krankenhaus.
Und genau dort kollidieren ihre Umlaufbahnen. In beengtem Raum und auf begrenzte Zeit fällt Blatt um Blatt – an Erinnerungen, an Verletzungen, Kränkungen, Hoffnungen, Wünschen und Sehnsüchten.
Wenn Äußerlichkeiten unwichtig werden, irritierende Gefühle emporsteigen und sich Herzen vorsichtig annähern, dann ist es nicht zu spät, Träume fliegen zu lassen und neue Wege zu beschreiten.

ISBN 9783744864619

     Zum Ende der Besatzungszeit verliebt sich Lucia, eine junge Wienerin, in den englischen Offizier Ryan, doch widrige Umstände trennen sie.
     Fast 60 Jahre später entdeckt Grazia, Lucias Tochter, ein Tagebuch, das ihre gewohnte Welt zusammenstürzen lässt.
     Die enthüllte Wahrheit treibt sie auf einen Weg, der nicht nur die Bruchstücke ihres bisherigen Daseins neu aneinander fügt, sondern ihrem Leben eine neue Richtung, ein neues Ziel weist.
     Wird die Gegenwart erlauben, was die Vergangenheit verweigert hat, nämlich Liebe und Glück?

Leseprobe aus dem Roman:

Grazia/Grace, 2015

Ach, Mama, warum hast du das getan? Wieso hast du mir all die Jahre die Wahrheit verschwiegen?
Ich stehe hier, auf dem Friedhof, sehe dem alten, weißhaarigen Pfarrer zu, wie er deinen Sarg segnet und höre ihn seine Gebete und Fürbitten herunterleiern, leise und kaum verständlich.
Es zu spät, jetzt, wo du irgendwo bist, vielleicht im Himmel, vielleicht noch auf der Reise über den Regenbogen oder vielleicht an jenem Ort, von dem du manchmal geträumt hast und der dir ein seliges Lächeln auf deine Lippen gezaubert hat. Ich habe dich gefragt, wo du in deinen Gedanken warst, aber du hast mich nur mit großen Augen angesehen.

Ich möchte dich schütteln, anschreien, sogar hassen. Und kann es doch nicht, weil du mir einfach den Boden unter meinen Füßen weggezogen hast, dabei bin ich mit dem Lesen erst bei der Hälfte. Was wird noch kommen? Welche Ungeheuerlichkeit werde ich zudem erfahren?

Neben mir steht Stefan, mein Fels in der Brandung, gibt mir heute Rückhalt und hat keine Ahnung, wohin meine Gedanken schweifen, was mich quält. Ziemlich sicher hält er mein befremdliches Verhalten für Trauer oder Belastung nach deiner schweren Krankheit.
Dass ich es kaum erwarten kann, nach Hause zu kommen, um in diesem einen Tagebuch weiterzulesen, sieht er mir hoffentlich nicht an. Er würde nur wieder nachfragen, was ich denn hätte und sagen, ich möge mir nicht alles so zu Herzen nehmen.
Wie denn nicht? Wenn dieses Herz derzeit wie wild schlägt, mich mit seinem unkontrollierten Pochen im Kopf martert und meine Seele schreit: Wer bin ich?
Ja, ich bin Grazia Steiner, geborene Sommer. Dachte ich bis vor kurzem. Doch eigentlich müsste ich Grazia O’Leary heißen, oder wohl eher Grace O’Leary und sollte perfekt Englisch bzw. Irisch/Gälisch sprechen und schreiben können.
Wenn du Ryan, deine große Liebe, geheiratet hättest oder er mich zumindest als sein uneheliches Kind anerkannt und ich seinen Namen angenommen hätte.

Mit diesen Bildern gebe ich einen kleinen Hinweis auf den Inhalt des Romans. Kitschig? Nun vielleicht, aber es passt zu Hanna.

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Eine weitere Kostprobe des Romans:

Später ging Hanna ruhelos durch das stille Haus. Mit jedem Schritt begannen die Wände näher zu rücken und die vielen Erinnerungsfotos, Bilder aus Venedig und die kleine Vitrine mit ihren liebevoll gehegten Memorabilien ihrer Zweisamkeit schienen sie zu verspotten. – ‚Panta rhei‘ flüsterte es aus allen Ecken, doch ihre Hände wollten sich festklammern und halten, was sanft und beinahe unmerklich ihren Fingern entglitt.

Noch ein Amuse bouche für meine Leser/-innen:

O Gott, was macht Hanna nur mit mir, fragte Paul sich.
Jetzt öffnete sie die Augen, schlaftrunken, blickte langsam zu ihm hoch und er versank in dem faszinierenden Grün, wurde hinuntergezogen in unbekannte Tiefen eines schier grenzenlosen Gefühls, wie in die einmal stürmische, dann wieder stillere Irische See. Haltlos, hilflos und ohne Rettung; eine Rettung, der er sich ohne Zweifel für immer verweigern würde.

Leseprobe aus Teil 2 der Trilogie:

Hanna musterte die Bilder, hielt das eine oder andere länger in der Hand und blickte verstohlen auf Bernhard.
Wie sich seine Miene veränderte, dachte sie, verglich die Fotos vor ihr mit ihren Erinnerungen und rief sich seinen Ausdruck der letzten Jahre ins Gedächtnis.
Meine Güte, wann hatte sie zuletzt diese Unbeschwertheit, diesen Charme, dieses amüsierte Mundwinkelhochziehen bei ihm gesehen? Dieses befreite Lachen und diesen Eroberungsblick? Diesen Hauch an erotischem Begehren in seinen Augen und die schmalen Finger in Besitzstreben um eine Damenschulter?

Cover-Text zu 'Liebe und andere Stolpersteine'

Zufrieden über ihr Arrangement zu dritt, sieht Hanna positiv in die Zukunft.
Ein Geständnis zu Weihnachten, eine unerwartete Entdeckung, zwei Reisen, drei Frauen und eine weitreichende Entscheidung sind Stolpersteine auf ihrem neuen Weg.
Längst hat sie diesen unbemerkt beschritten – hin zu ihrer eigenen Zufriedenheit.
Aber auch zu ihrem persönlichen Glück?

„Was auch immer Liebe ist“

Wollten Sie/Ihr wissen, wie 'Hannas' Leben vor ihrem Herzinfarkt war? Wieso sie zu der Frau wurde, die Sie/Ihr aus Teil 1 und 2 der Trilogie kennen/kennt?

Dann willkommen bei Teil 3, der tiefgründig und ausführlich die Geschichte von 'Hanna' erzählt. Ihre Jahrzehnte der Entwicklung, der Prägung, der Erfahrungen, der Enttäuschungen, der Hoffnungen und Träume. Und ihrer Sehnsucht und Suche, nach dem, was man Liebe nennt.

Doch wer denkt „Alles schon gehabt, bloß eine weitere Biografie!“, der irrt: Denn ‚Hannas‘ Leben gibt es nur einmal, auch wenn die essentiellen Fragen darin immer wieder auftauchen. – „Was auch immer Liebe ist“ lässt der Leserin/dem Leser die Möglichkeit der Reflexion und der eigenen Beantwortung offen.

Der vorliegende Abschluss der Geschichte von ‚Hanna‘ ist weder ein getarntes Märchen noch eine Mainstream-Millionärs- oder Bad Boy-Story. Es ist das schlichte Leben – in all seinen Facetten, seinen Höhen und Tiefen, seiner gesamten Farbpalette.

Ich lade Sie/Dich ein, auch den letzten Teil der Trilogie zu verfolgen. Das Buch ist wieder bei BoD erschienen und sowohl dort als auch auf den anderen üblichen Verkaufsplattformen wie Amazon, Bücher.de, Thalia.at etc. und selbstverständlich über den lokalen Buchhandel unter der ISBN 9783743140394 zu beziehen.

Für Ihr/Dein Interesse bedanke ich mich im Voraus und wünsche erbauliche Lesestunden!

                       

"Was auch immer Liebe ist" als Taschenbuch, ISBN 9783743140394, und als E-Book erhältlich.

Leseprobe 1 aus 'Was auch immer Liebe ist'

Was soll ich wirklich in Zukunft machen, dachte Hanna zum wiederholten Male. Sie war ratlos. Keine Ahnung, wo meine Stärken sind. Hab ich überhaupt Begabungen? – Die Fragen, gedreht, gewendet, vor sich hergeschoben. Niemand hatte je etwas speziell an ihr gelobt oder für bemerkenswert gehalten. Die Erwartungen hatte sie erfüllt, ja doch, zumindest hatte sie es versucht. Doch sonst?

Wo war sie selbst geblieben? Wer war sie, außerhalb des ausgefüllten Korsetts, das andere ihr angepasst hatten?

Ihr Spiegelbild war ihr oft so fremd, in ihren Augen hässlich und unzulänglich. Dabei wäre sie so gerne hübsch und schlank gewesen, beliebt, gemocht. – Sinnlose Wünsche, bloßes Kopf-Kino. Sie war nur eine Außenseiterin, geduldet von den anderen, in deren Mitte und doch wie durch eine Glaswand von ihnen getrennt.

‚Quäl dich nicht mit Gedanken, die zu nichts führen‘, rief ihre innere Stimme Hanna zur Ordnung und ergänzte, dass sie bestenfalls nur Durchschnitt wäre – in allen Bereichen.

Durchschnitt, nur Durchschnitt hallte es in ihr wider und sie unterdrückte krampfhaft die quälende Sehnsucht, in irgendetwas im Leben gut, besonders oder womöglich einzigartig zu sein.

Leseprobe 2 aus Teil 3 der Trilogie

Nach einer Biegung entfaltete sich dann ein bezauberndes Bild, der Zusammenfluss der dunkleren March und der helleren Donau. Die Sonne spiegelte sich auf der Wasseroberfläche, brach sich in leichten, von vorbeifahrenden Schiffen ausgelösten Wellen und lief, sich wie in tausende Diamanten zersplitternd, am Ufer auf den Steinen aus. Im seichten Wasser balancierte ein Reiher auf einem Bein, wie eine auf der Lauer liegende Statue. Es war ein so schöner Anblick, der sich Hanna bot, dass es ihr die Sprache verschlug und sie stumm machte für diesen Moment wie ein Wunder.

Roland nahm ihre Begeisterung wahr und schwieg, genauso entzückt von dem Panorama, wobei seine Augen auch Hannas Gestalt miteinbezogen. Sie fühlte es, ohne ihn ansehen zu müssen, und spürte, wie vor Verlegenheit aufsteigende Wärme ihren Körper flutete. Oder war es Erwartung, angesiedelt zwischen Angst und Verlangen?

 

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Ein Herzinfarkt, der das Leben abrupt zum Stillstand bringt, den bisherigen Weg in Frage stellt und zum Nachdenken zwingt. Hanna Holzbacher hat kein Geld für psychologische Betreuung und sieht nur einen Weg, das Chaos im Kopf zu ordnen: sie greift zum Stift bzw. zur Tastatur. Ihr Mann Bernhard, gestählt in dreißig Jahren Ehe, unterstützt sie nachsichtig auf ihrem Selbstfindungstrip. Und ein junger Verlag, auf die Best Ager fokussiert, akzeptiert nicht nur ihr Manuskript, sondern macht sie zu einem Aushängeschild, speziell betreut von Paul Santner. Für den unerwarteten Erfolg ihres Buches erhält Hanna als Geschenk eine Einladung zu einer Reise; damit beginnt das Karussell sich zu drehen.

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Leseprobe 1:  

     Eine seiner graumelierten Haarsträhnen war ihm in die Stirn gefallen und um seine äußeren Augenwinkel breiteten sich kleine Fältchen wie ein zarter Fächer der Erheiterung aus. Jetzt kam noch Schalk in seinen Blick, weil ein toller Streich gut geglückt war. Dazu versprühte Paul dieses charmante Lächeln, das sicher schon viele Frauenköpfe verdreht hatte, wie sie vermutete. Bei wie vielen dann gebrochene Herzen die Folge waren, wollte Hanna lieber nicht wissen.

     Sie sah ihn dastehen – anziehend, männlich selbstbewusst und unwiderstehlich. Warum nur hatte sie sich nicht mehr vor ihm gehütet? Ihr dummes Herz triumphierte gerade über ihren Verstand.
     Doch Liebe ließ sich nicht verhindern, nicht leugnen, aber auch nicht zwingen. Sie passierte, so sehr man sich auch wehren wollte. Liebe brach manchmal so elementar wie ein unvorhersehbarer Sturm herein. Oder sie umhüllte wie eine sanfte Brise und trug ein Lebensschiff über eine weite Strecke. Hanna kannte beides und beides war gleich schön, tief und die Seele wärmend.

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Leseprobe 2:

     Bernhard hatte registriert, dass Hanna das Niederschreiben ihrer Erlebnisse und Erfahrungen gut tat, weshalb es wohl auch so mancher Psychologe zur Seelenhygiene empfahl. Doch das kostete sie Zeit. So hatte er einen wesentlichen Teil der Hausarbeit übernommen, gekocht, geputzt und den vierbeinigen  Liebling versorgt. Er tat es ohne Murren, zumeist jedenfalls.

     Ob Hanna wohl seine Hilfe zu schätzen wusste? Mit einem Anflug von Enttäuschung gestand Bernhard sich ein, dass sie es wohl kaum als einen Akt der Liebe auffassen würde. Aber genau das ist es, in meinen Augen, dachte er, und nicht die beteuerten, von ihr vielleicht erwarteten Worte einer Herzensempfindung. Seine Zuneigung, seine Liebe war für ihn etwas Selbstverständliches, das man nicht bereden brauchte. Für ihn war dieses Gefühl da, das musste genügen, auch ohne gestammelte Liebesschwüre. 

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Leseprobe 3:

     Hanna beugte sich zu Bernhard, um ihm eine graue Haarsträhne aus seiner Stirn zu streichen.   
     Dabei streifte ihr Blick den Vollbart, der sein ovales Gesicht bedeckte. Die Farbe war mittlerweile von einem rötlichen Braun zu einem überwiegenden Grauweiß mutiert. Der gerundete Bauch und der insgesamt etwas fülliger gewordene Oberkörper zeugten von den fünfzehn Kilo mehr an Gewicht, die er seit ihrem Kennenlernen zugelegt hatte.

     Meine Güte, sie sah ihn noch vor sich, wie er damals mit dem Sträußchen aus Blausternchen, Traubenhyazinthen und Schneeglöckchen vor ihr gestanden hatte, um ihr zu ihrem Geburtstag zu gratulieren. Wärme war ihr in die Wangen gekrochen, begleitet von einer stillen Freude. Die in ein nasses Tuch eingeschlagenen Blumenstängel waren noch mit Folie umwickelt gewesen. So viel an Sorgfalt hatte sie gerührt. Und seine stete Hilfsbereitschaft hatte sie in einen Mantel des Vertrauens gehüllt. Ihre Zuneigung war stetig gewachsen und unmerklich aus Sympathie Freundschaft geworden.
     Im Jahr darauf war er mit ihr auf eine Anhöhe oberhalb ihrer Heimatstadt gefahren und hatte sehr geheimnisvoll getan. Er war ausgestiegen und hatte sie eine Minute später zu sich gerufen, um ihr wegen des Windes die selbst gebackene Torte mit den brennenden Kerzen im Kofferraum seines Autos zu überreichen.

     Wie hätte sie sich da nicht in ihn verlieben sollen?

     Auf leisen Pfoten und nicht wie eine Urgewalt war die Liebe herangeschlichen und hatte sich nachhaltig festgesetzt.

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  "Sind drei einer zu viel?", Liebesroman,
ISBN 9783741284861

  

 

 

 

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